Erklärtes Ziel: Offene Jugendarbeit in der Samtgemeinde vernetzen
Harald Calsow vom Präventionsrat Liebenau informierte in Haßberger Jugendtreff
Er berichtete im Haßberger Jugendtreff - wie kurz zuvor bereits vor den Mitgliedern des
Jugend - und Kulturausschusses der Samtgemeinde - über Entstehung und Ziele seines
mittlerweile bis weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannten Vereins.
Der Leiter der Polizeidienststelle Marklohe führte noch einmal vor Augen dass es bei
der Gründung eines Präventionsrates oder ähnlichem keineswegs darum gehe, einer Kommune den
Stempel aufdrücken zu wollen, es gäbe dort ein Problem mit der Jugend-Kriminalität,
vorrangigstes Ziel sei vielmehr, Primärprävention zu betreiben, also einzugreifen, bevor
etwas passiert.
In der Praxis bedeute das zum einem, dem Nachwuchs eine Möglichkeit zu bieten, sich zu
treffen, ohne unbedingt immer gesagt zu bekommen, wo es langgeht, möglichst qualifiziertes
Personal vorzuhalten, das einerseits auch in Konfliktsituationen angemessen reagiert
und die Jugendlichen andererseits zu kreativem und eigenverantwortlichen Handeln animiert.
Primärprävention könne aber auch bedeuten, auf dem kurzen Dienstweg Polizeistreifen dort
vorbeizuschicken, wo sich möglicherweise etwas anbahnt.
Bei Ursel Nenstedt und Trevor Turner vom Haßberger Jugendtreff 4-You, Jochen Blask vom
Jugendtreff Drakenburg und Reinhard Dodszun vom Heemser Jugendtreff 2-You stießen die
Schilderungen und Anregungen Calsow auf uneingeschränkte Zustimmung. Für sie ist unbestritten,
dass die offene Jugendarbeit in der Samtgemeinde nicht nur vernetzt werden, sondern auch ein
gemeinsames Dach bekommen muss.
Auch wollen sie sich weiter dafür einsetzen, die eine "halbe" hauptamtliche Jugendpfleger -
Stelle entweder in eine "ganze" oder - am liebsten - in zwei "halbe" umzuwandeln.
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